Wir sind für dich da!


Unsere Wien-Exkursion begann jedoch zuerst mit einem Besuch der römischen Ausgrabungen auf dem Michaeler-Platz, wo sich Unmengen an Touristen vor der Hofburg drängten und kaum jemand die Reste der Römerzeit mitten am Platz wahrnimmt.
Am Judenplatz nahmen wir dann zunächst das Denkmal für die ermordeten Juden wahr, das einen großen Block darstellt, der aus steinernen Büchern besteht, die die ungeschriebene Geschichte der Getöteten darstellen sollen, wie uns später von unserem Guide Margerita erklärt wurde.
Im Museum stiegen wir dann in den Keller herab, wo die Reste einer mittelalterlichen Synagoge zu sehen sind, die aus zwei Räumen bestand, weil Männer von Frauen streng getrennt wurden. Unser Guide erzählte uns von einer blühenden jüdischen Gemeinde rund um den Judenplatz, die im Spätmittelalter jedoch vertrieben und ausgelöscht wurde. Deutlich wurden wir darauf hingewiesen, dass im Mittelalter die Juden aus religiösen Gründen verfolgt wurden (Antijudaismus), während in der NS-Zeit die Abstammung als Grund für die Verfolgung genommen wurde (Antisemitismus).
Von unserem Guide, die selber Jüdin war, erfuhren wir auch einiges über das religiöse Leben der Juden, sie erörterte uns zum Beispiel das Hanuka-Fest. Es ist erschütternd, dass ausgerechnet dieses Fest einen Tag später in den Medien erwähnt wurde, weil es in Australien zu einem antisemitischen Attentat auf eine Hanuka -Feier gekommen ist.
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